Kettelstorf - Nachrichten - Feuer in Kettelstorf!

Strohballenbrand in Kettelstorf!

Feuer in Kettelstorf! Über 300 Strohballen brannten am 9. November auf dem Feld gleich hinter dem Mietshaus von Familie Röder ab.

Viele Kettelstorfer bemerkten den Vorfall erst, nachdem um ca. 16.00 Uhr die Feuerwehren mit Martinshorn und Blaulicht durch das Dorf fuhren. Alarmiert wurden sie etwa eine halbe Stunde vorher von aufmerksamen Anwohnern, die den 4 Meter hohen und 50 Meter langen Strohberg in lodernden Flammen standen sahen.

Zunächst hatten Birgit Kubiak, Susanne Vollendorf und Britta Gennermann noch versucht, mit Gartenwasserschläuchen etwas auszurichten, doch es half alles nichts. Bis endlich die Feuerwehr eintraf, war der ganze Platz schon mit dichten Rauschschwaden eingehüllt und das Feuer war nicht mehr aufzuhalten.

Auch Himbergens Polizeimeister Schulz war vor Ort, konnte aber auch nichts weiter tun, als die Feuerwehren zum Einsatzort zu lotsen. Einige Zeit später trafen noch ein größeres Löschfahrzeug der Feuerwehr Bad Bevensen sowie ein Einsatzleitwagen ein.

Eilig wurden die Schläuche ausgerollt und ordentlich Druck auf die Pumpe gegeben. Der hielt aber nicht lange an. Schon nach kurzer Zeit waren die Feuerwehrmänner auf der Suche nach neuem Löschwasser und pumpten die Hydrantenvorräte am Ortsausgang Richtung Gr. Thondorf an.

In der Zwischenzeit alarmierte Anwohnerin Susanne Vollendorf den Sohn Dominique Röder, der noch unwissend in Bad Bevensen seiner Arbeit nachging. Auch Vater Ralf-Bodo Röder kam so schnell wie noch nie von Uelzen nach Kettelstorf, um sich die Unglücksstelle anzusehen.

Zur Ursache, wie das Feuer entstanden sein könnte, meinte ein freiwilliger Feuerwehrmann, es könnte durchaus sein, dass sich die Miete selbst entzündet habe. Ein Wassertropfen könnte dabei z.B. als Lupe gewirkt haben und so gebündelte Sonnenstrahlen auf das Stroh gelenkt haben.

Durch die unmittelbare Nähe zum Grundstück der Familie Röder war die Hitze anfänglich so groß, dass beträchtliche Schäden angerichtet wurden.
Am Fahrrad-Schuppen schmolz ein Teil der Dachrinne und es wurde der Wandputz beschädigt, die Kunststoffrahmen der Mietwohnungsfenster verzogen sich und das gesamte Heck eines schon älteren Opel Kadett eines Mieters schmolz dahin.
Um das Auto vor weiteren Schäden zu bewahren, kühlten es die helfenden Anwohner mit dem bereits erwähnten Gartenschlauch und zogen es vom Brandherd weg. Ein Schlüssel für die Autotür konnte in der Eile nämlich nicht aufgetrieben werden.

Das Feuer hatte man schnell unter Kontrolle, ein Übergreifen der Flammen war wegen der günstigen Windrichtung nicht zu erwarten. Doch gelöscht werden konnte das Feuer erst in den Abendstunden. Udo Vollendorf und Cord Hilbrecht, Sohn von Bauer Heinrich Hilbrecht, dem die Strohballen gehörten, schoben das Stroh noch mit dem Trecker auseinander, um auch das Innere löschen zu können.
Kokelnde Rauschwaden waren aber noch mehrere Tage nach dem Feuer zu sehen.